Lebenslauf von Walter Baade

Anläßlich der Umbenennung der Sternwarte in "Walter-Baade-Sternwarte im Schulzentrum Lohfeld" präsentierten die Sternfreunde Bad Salzuflen der Öffentlichkeit zwei Informationstafeln, die den Besuchern der Sternwarte den Lebenslauf Walter Baades schildern. Für die Herstellung und finanzielle Unterstützung möchten sich die Sternfreunde herzlich bei der Firma Bruno Richter Siebdruck bedanken.

 

WALTER BAADE

1893   Am 24. März wird Walter Baade in Schröttinghausen geboren.
     
1912   Abitur mit Auszeichnung am Friedrichsgymnasium in Herford.
     
1912 - 19  

Studium in Münster und Göttingen, Fachrichtungen: Theologie, Astronomie, Physik und Mathematik

     
1919  

Promotion an der Universität Göttingen, anschließend Anstellung an der Sternwarte Hamburg-Bergedorf.

     
1920   Entdeckung des Asteroiden „Hidalgo“.
     
1926 - 27   Forschungsarbeit als Stipendiat über Sternhaufen und Spiralgalaxien in Kalifornien, USA.
     
1929  

Habilitation in Hamburg-Bergedorf zum Thema „Die extragalaktischen Nebel als Sternensysteme“.
Heirat mit der Fachassistentin Johanna Bohlmann

     
1931  

Anstellung am Mount-Wilson-Observatorium in Kalifornien, USA. Hauptthema: Supernovae

     
1934  

Entdeckung des Zentralsterns („Baadescher Zentralstern“) im Crab-Nebel, der später als erster Pulsar identifiziert wurde.

     
1944   Erstmalige Auflösung des Kernbereiches der Andromeda-Galaxie in Einzelsterne.
     
1945  

Entdeckung eines staubfreien Gebietes („Baade's Window“) im Sternbild des Schützen.
Mit Hilfe dieses Fensters gelingt Baade die Entfernungsmessung zum galaktischen Zentrum.

     
1949   Wechsel zum Mount-Palomar-Observatorium in Kalifornien, USA.
     
1952   Baade erkennt als erster zwei verschiedene Sterntypen in Galaxien („Population I + II“), was zu einer wesentlichen Verbesserung der Entfernungsbestimmung im Universum führt.
     
1958  

Emeritierung.
Gastprofessor an verschiedenen Instituten in Australien.

     
1959  

Rückkehr nach Deutschland, Wohnsitz in Bad Salzuflen.
Gaußprofessur in Göttingen.

     
1960  

Walter Baade stirbt am 25. Juni in Göttingen an den Folgen einer Operation.

Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Obernberg-Friedhof in Bad Salzuflen, wo seit dem 12. Juli 2003 eine Gedenktafel auf sein Lebenswerk aufmerksam macht.


Infotafel zu Walter Baades Lebenslauf
(zum Vergrößern bitte anklicken)

 


Infotafel mit Zitaten Walter Baades und Donald Osterbrocks
(zum Vergrößern bitte anklicken)

 

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